1992 bün ik, Nikos Saul, Midarbeider för de Homepage un de Organisatschoon vun Veranstalten bi’n Nedderdüütschzentrum Holsteen, in Rodenborg (Wümm) in Neddersassen up de Welt kamen, un ok wenn Plattdüütsch nich miene Moderspraak is, interesseert mi al lang düsse Spraakfoorm un dat, wat dat an plattdüütsche Literatur un Musik allens gifft. Nau nahmen hett dat allens mit den Plattdüütschen Vörleeswettstriet anfungen, man gröter is mien Intress an‘t Plattdüütsche dör Hannes-Wader-Platten vun miene Öllern worrn. Groten Eindruck hebbt denn, wat Literatur angeiht, de Gedichten vun Klaus Groth up mi maakt – ok in all de Frömm, de se för mi bi‘t erste Lesen harrn – un se weren seker wichtig för de twee Richten, de mien Interesse an Plattdüütsch vun do an nahmen hett.

Up de ene Siet steiht miene egene künstlerische Produktschoon, de mi to‘n Bispeel mit den „Shantychor Lunzburg vun 1922 e. V.“ un de „1918 Hafenbande“ to de musikalischen Wettstrieden „Plattsounds“ un „Plattbeats“ föhrt hett. Up de annere Siet heff ik aver ok wetenschoplich to nedderdüütsche Spraak un Literatur arbeitet, in mien Studium in Mönster to‘n Bispeel to de Schrievböker vun Hartich Sierk ut Wrohm in Dithmarschen. Miene Masterarbeit heff ik denn 2018 schreven över dat westfäälsche Hörspeel ut‘e 1950er Johren, un dat aktuelle Johr 2019 is ok för mi en Klaus-Groth-Johr, denn ik heff wetenschoplich to siene Biographien ut dat 19. Johrhunnert arbeit, man ik geev ok en Onlineseminar för dat Lännerzentrum för Nedderdüütsch in Bremen över siene Gedichten.

Bi‘t Nedderdüütschzentrum will ik nu mithölpen, dat, wat dat up Platt an Kultur – vör allen Dingen för junge Lüüd – gifft, uttoboen.

1992 wurde ich, Nikos Saul, Mitarbeiter für Homepage und Veranstaltungsorganisation beim Niederdeutschzentrum Holstein, in Rotenburg (Wümme) in Niedersachsen geboren, und auch wenn Plattdeutsch nicht meine Muttersprache ist, interessieren mich diese Sprachform und das, was es an plattdeutscher Literatur und Musik gibt, schon lange. Genau genommen hat alles mit dem Plattdeutschen Vorlesewettbewerb angefangen, aber ein größeres Interesse an Plattdeutsch habe ich dann durch Hannes-Wader-Platten meiner Eltern bekommen. Großen Eindruck haben auf dem Gebiet der Literatur die Gedichte von Klaus Groth auf mich gemacht, auch in all der Fremdheit, die sie beim ersten Lesen für mich hatten, und sie waren sicher wichtig für die beiden Richtungen, in die sich mein Interesse am Plattdeutschen seitdem entwickelt hat.

Auf der einen Seite steht meine eigene künstlerische Produktion, die mich zum Beispiel mit dem „Shantychor Lunzburg von 1922 e. V.“ und der „1918 Hafenbande“ zu den Bandwettbewerben „Plattsounds“ und „Plattbeats“ geführt hat. Auf der anderen Seite habe ich aber auch wissenschaftlich zu niederdeutscher Sprache und Literatur gearbeitet, in meinem Studium in Münster beispielsweise zu den Schreibebüchern von Hartich Sierk aus Wrohm in Dithmarschen. Meine Masterarbeit von 2018 behandelte dann das westfälische Hörspiel der 1950er Jahre, und das aktuelle Jahr 2019 ist auch für mich ein Klaus-Groth-Jahr, weil ich wissenschaftlich sowohl zu seinen Biographien aus dem 19. Jahrhundert gearbeitet habe als auch für das Länderzentrum für Niederdeutsch in Bremen Onlineseminare über seine Werke und sein Leben gebe.

Beim Zentrum für Niederdeutsch in Holstein möchte nun ich mithelfen, das plattdeutsche Kulturangebot gerade für junge Leute zu erweitern.

© för all Billers: Florian Klein