An der Grundschule Müssen wird dieser Tage das Schild “Modellschule Niederdeutsch” angebracht.
Seit dem Schuljahr 2015/16 gehört die Grundschule Müssen zu den Modellschulen “Niederdeutsch” im Land. Müssen stieg ein Jahr später in das bereits laufende Projekt ein. Was 2014 mit 27 Schulen begann, ist mittlerweile auf die Zahl von 42 angewachsen. In 33 Grund- und neun Sekundarschulen wird inzwischen i.d.R. mit zwei Wochenstunden Plattdeutsch unterrichtet. Die Konzepte variieren dabei von Schule zu Schule. Gemeinsam ist aber allen, dass nicht nur ein plattdeutsches Lied oder ein Gedicht zu Weihnachten gelernt wird, sondern die Sprache von der Pike auf in Wort und Schrift unterrichtet wird. Um dies auch nach außen sichtbar zu machen, gibt es jetzt die Modellschulschilder “Niederdeutsch” für alle beteiligten Schulen. Diese wurden am 31.10.20 von Bildungsministerin Karin Prien stellvertretend für alle Schulen im Rahmen einer Corona-bedingt kleinen Feierstunde im Bildungsministerium in Kiel offiziell übergeben. Insgesamt lernen in Schleswig-Holstein über 3.000 Kinder in den Modellschulen Plattdeutsch. In der Grundschule Müssen sind es zur Zeit 107.

Auf dem Bild von links nach rechts: Thorsten Börnsen (Leiter des Zentrums für Niederdeutsch in Holstein) Sandra Schmiedl (Schulleiterin GS Müssen), Christian Johannsen (Niederdeutschlehrerin) sowie Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse. Bilder: GS Müssen