Plattdüütsch Schrievwettbewarv: Een Leed för’n Kring Sebarg

Der Kreis Segeberg soll sein eigenes Lied bekommen!

Helfen Sie uns, für dieses Lied einen Text in niederdeutscher Sprache (Platt) zu finden, der den Kreis Segeberg in seiner Vielfalt inspirierend beschreibt – auch ins Plattdeutsche übersetzbare hochdeutsche Texte können eingereicht werden.

Die Texte werden von einer Jury bewertet, der Gewinnertext wird vertont und am 14. Mai 2022 im Rahmen des Preisträgerkonzerts des Kunst- und Kulturpreises des Kreises Segeberg in der Marienkirche uraufgeführt. Neben Ruhm und Ehre winkt den drei besten Texter*innen ein von der Sparkasse Südholstein gestifteter Geldpreis.

Alle Details zum Text-Wettbewerb sind im Ausschreibungs-PDF zusammengefasst: https://asmushintz.de/other/email/ausschreibung.pdf

Die Idee

Kirchenmusikdirektor Andreas Maurer-Büntjen wurde 2021 mit dem Kunst- und Kulturpreis des Kreises Segeberg in der Kunstgattung Musik für sein Wirken an der Marienkirche in Bad Segeberg ausgezeichnet. Er möchte sich für diese Auszeichnung mit der Komposition eines Liedes in niederdeutscher Sprache für den Kreis Segeberg bedanken.

Ziel ist, ein Lied zu schaffen, mit dem sich die Einwohner*innen des Kreises Segeberg identifizieren können und das über die Grenzen unseres Landes Schleswig-Holsteins hinaus Menschen motiviert, den Kreis Segeberg näher kennenlernen zu wollen.

Die Geschichte des Kreises Segeberg

Der Kreis Segeberg hat seinen historischen Vorläufer in der Vogtei Segeberg, einem Militär- und Verwaltungsbezirk, der sich um die 1134 errichtete Siegesburg bildete. Nach der Eingliederung Schleswig-Holsteins in die preußische Monarchie wurde der Kreis Segeberg gebildet. Heute zählt der Kreis 287.000 Einwohner*innen (Stand 31.12.2020) in 95 Gemeinden, die in acht Ämtern verwaltet werden.

Unsere Sprache – Plattdeutsch und Niederdeutsch

Plattdeutsch und Niederdeutsch sind zwei Bezeichnungen für dieselbe Sprache. Als Regionalsprache ist Niederdeutsch in ganz Schleswig-Holstein zu Hause. Mehr oder weniger selbstverständlich wird das Niederdeutsche im täglichen Miteinander benutzt, allerdings auf dem Lande stärker als in den Städten.

Zur Blütezeit der deutschen Hanse, vom 13. bis zum 16. Jahrhundert, galt Niederdeutsch als Weltsprache. Die Kaufleute der Hanse bedienten sich der Sprache in ihren Verhandlungen und setzten Verträge auf Niederdeutsch auf. Recht und Gesetz wurde in Niederdeutsch festgehalten und gesprochen. Das Hochdeutsche existierte kaum.

Vom 16. Jahrhundert an setzte sich das Hochdeutsche immer stärker durch. Der gesamte öffentliche Sprachgebrauch wurde hochdeutsch. Wer etwas auf sich hielt, konnte zwar Niederdeutsch, bevorzugte aber das Hochdeutsche und sprach „platt“ nur noch in der Familie und Nachbarschaft. Niederdeutsch wurde zur Sprache der „kleinen Leute“.

Allmählich stieg das Niederdeutsche zu einer anerkannten Regionalsprache des Nordens auf. Seit 1999 wird Niederdeutsch offiziell durch das Inkrafttreten der Europäischen Charta der Regional- und Minderheitssprachen geschützt und staatlich gefördert.

Um die Regionalsprache Niederdeutsch zu erhalten und ihren Gebrauch zu fördern, ist es wichtig, ihr auch in der Bildung und Kultur einen zentralen Platz einzuräumen.

Getragen und unterstützt wird der Wettbewerb vom Förderverein Kreis- & Stadtmuseum Segeberg e. V., der Sparkasse Südholstein und dem Zentrum für Niederdeutsch in Holstein.

Plattdüütsche Onlineveranstalten över Spraakpolitik bi Sami un Westfresen
Film över de Arbeit vun't Zentrum fardig

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