Dat Nedderdüütschzentrum Holsteen harr an‘n 26.10. 2019 in den Stadthauptmannshof in Mölln inladen to‘t „Nettwarkdrepen Plattdüütsch“ un nich blot Lüü vun nedderdüütsche Institutschonen, man ok Schoolmester*sche un Optrecker*sche kemen, üm sik uttotuschen un vun ehre Arbeit un Insichten to vertellen. Na Begröten dör Klaus Schlie, Landdagspräsident vun Sleswig-Holsteen, un Thorsten Börnsen, Leidsmann vun‘t Nedderdüütschzentrum Holsteen, vertell Nikos Saul, Mitarbeiter bi‘t Zentrum, vun de Möglichkeit, mit Hülp vun plattdüütsche Irritationen bi junge Lüüd Vermaak för Platt to wecken. Denn gung‘t in de erste Diskussionsrunn.

Hier stunn de Situatschon vun Platt in de Gegenwart in‘n Middelpunkt. Diskuteert wöör över de Ort un Wies, mehr Optrecker*sche un Schoolmeester*sche för Platt to winnen, man ok de Möglichkeiten, afsiets vun‘e School Platt in‘n Alldag ünnertobrengen, to‘n Bispeel dör mehr Präsenz in soziale Medien oder op Plattformen as Youtube.

Na Kaffee un Koken un wiedere Diskussionen över de Themen gung dat wieder mit en Vördraag vun Gesa Retzlaff, Leidsfru bi‘t Nedderdüütschzentrum Sleeswig, över de Arbeit vun‘n Zentrum in Leck un sienen Fördervereen. De twete Diskussionsrunn „Plattdüütsch 2030“ keek in de Tokunft. De vun de Deelnehmer*schen skizzeerten, bannig positiven Visionen harrn in sik to‘n Bispeel ene zentrale Mediathek för plattdüütsche Inholden, ene professionelle Werbekampagne för Platt, ene multimediale Utstellen för Scholen, dat plattdüütsche Abitur un Films op Platt. Keen sik för en naues Protokoll vun de Veranstalten un de Themen interesseert, warrt dat in de tokamen Daag op de Homepage vun‘t Nedderdüütschzentrum Mölln finnen.

Alltohoop weer de Stimmung, wat de Tokunft vun Platt angeiht, bannig positiv – liekers weren de Opgaven, de anstaht, nich vergeten. Ene Deelnehmersche see, dat de Namiddag in Mölln ehr Mut un Toversicht geven hett. Un de sünd seker nödig, üm de Probleme to lösen, de de erste Diskussionsrunn opwiesen hett, un tominnst wat vun de Tokunftsszenarien ut de twete Runn ümtosetten.

Zum Netzwerknachmittag am 26.10.19 im Stadthauptmannshof in Mölln kamen, eingeladen vom Niederdeutschzentrum Holstein, nicht nur Vertreter*innen verschiedener niederdeutscher Institutionen zusammen, sondern auch Lehrkräfte oder Erzieher*innen sowie Ehrenamtliche, die Interesse daran hatten, von ihren Erfahrungen zu berichten und sich miteinander auszutauschen. Nach Begrüßungen durch Klaus Schlie, den Präsidenten des Schleswig-Holsteinischen Landtags, und Thorsten Börnsen, den Leiter des Niederdeutschzentrums, hielt Nikos Saul, Mitarbeiter beim Zentrum, einen kurzen Vortrag über die Möglichkeit, mithilfe von plattdeutschen Irritationen Interesse für Plattdeutsch bei jungen Leuten zu wecken. Dann ging es in die erste Diskussionsrunde.

Hier stand die gegenwärtige Situation der Plattdeutscharbeit im Mittelpunkt. Wie mehr Erzieher*innen und Lehrkräfte für das Vermitteln von Plattkenntnissen zu gewinnen sein könnten wurde ebenso diskutiert wie die vielfältigen Möglichkeiten, außerschulische Berührungsmöglichkeiten mit Platt zu schaffen, etwa durch Sprachkurse oder erhöhte Präsenz in sozialen Medien und auf Plattformen wie Youtube.

Nach einer Stärkung mit Kaffee und Kuchen, bei der im Foyer des Stadthauptmannshofes weiterdiskutiert wurde, und einem Vortrag von Gesa Retzlaff, Leitern des Niederdeutschzentrums Slewsig, über die Arbeit des Zentrums in Leck und dessen Förderverein wurde in der zweiten Diskussionsrunde ein Blick in die Zukunft geworfen: „Plattdüütsch 2030“. Die hier von den Teilnehmer*innen entworfenen, sehr positiven Zukunftsszenarien sahen eine zentrale Mediathek für plattdeutsche Inhalte, eine professionelle Werbekampagne für Platt, einen regionsübergreifenden Veranstaltungskalender, eine plattdeutsche multimediale Wanderausstellung für Schulen, das plattdeutsche Abitur, mehr plattdeutsche Filme und vieles andere vor. Wer sich für ein genaueres Protokoll der Veranstaltung und der dort besprochenen Themen interessiert, wird es in den nächsten Tagen auf der Webseite des Niederdeutschzentrums Holstein finden.

Insgesamt herrschte eine, was die Zukunft des Plattdeutschen angeht, sehr positive Stimmung, ohne dass die anzugehenden Aufgaben übersehen wurden. Eine Teilnehmerin beschrieb es so, dass ihr der Nachmittag in Mölln Zuversicht und Mut gegeben habe. Und die braucht es, um die in der ersten Diskussion aufgezeigten Probleme zu lösen und zumindest etwas von den Zukunftsszenarien der zweiten Runde Wirklichkeit werden zu lassen.

Text vun Ronja Kilian un Nikos Saul